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Mehr über die
Funktionsweise von Jobsuchmaschinen / Jobbörsen:

Die tatsächlichen Vermittlungserfolge von Jobsuchmaschinen und Jobbörsen halten sich z.Zt. noch in engen Grenzen. 2006 waren es gerade einmal 9% aller Einstellungen, die über die digitalen Medien zustande kamen. Außerdem ist die Trefferquote von Suchanfragen
in Jobbörsen niedrig, manchen Statistiken zufolge liegt sie nur zwischen 10 und 20%.
Warum ist das so?

Weil Jobbörsen/Job-Turbos nur Ausschnitte des tatsächlich vorhandenen Arbeitsmarktes abbilden.  Sie stehen in scharfer Konkurrenz zueinander.

Weil es ganz verschiedene Quellen von Jobangeboten gibt; die Angebotsformen sind nicht normiert. Also ist es schwierig sie einheitlich zu rubrizieren etc.

Weil Jobbörsen/Job-Turbos am präzisesten im Modus der Volltextsuche arbeiten: Begriff oder Wortteile, die man in die Suchmaske eingibt, werden in der jeweiligen Datenbank gefunden. Also auch Berufe oder Berufsbezeichnungen. Falsche oder strittige Rechtschreibung wird allerdinsg nicht oder nicht verläßlich  berücksichtigt.  Vor allem aber: Viele Bezeichnungen für Positionen oder Berufe "streuen" und sind nicht eindeutig. Eine Beruf, eine Position  wird mit ganz unterschiedlichen Bezeichnungen versehen und abgespeichert. Verschlimmert wird das Ganze noch durch die Verwendung von
"Denglisch", das die Geschäftswelt so total hip findet. Überdies verändern sich Berufsbezeichnungen laufend.

Weil die (alternative) Jobsuche  über Berufsfelder oder Berufskategorien, die im Vergleich zur Volltextsuche mehr Suchresultate zu Tage fördert,  zu ungenau arbeitet. Die echte Trefferquote ist zu niedrig. Synonyme zu Positionen und Tätigkeiten werden nicht zuverlässig gefunden. Geschweigen denn intelligente Erweiterungen oder Nischen-Tätigkeiten. Das liegt an der Software, die Turbos oder Börsen verwenden. Die Suche erbringt oft keine  brauchbaren Resultate. Die gefundenen Angebote "streuen" zu stark, machen einfach keinen Sinn. Zwar haben viele Berufe tatsächlich ein Umfeld von Tätigkeiten, die der ausgeübte oder erlernte Beruf gleichfalls abdeckt oder abdecken könnte. Doch die werden nicht angezeigt, wenn nicht ausdrücklich (d.h. im Modus der Volltextsuche)  nach ihnen gesucht wird.

So kommt es, dass Jobbörsen bei weitem nicht alles ausspucken, was sie eigentlich "wissen". Das "Versagen" der Jobbörsen (und die Frustration ihrer Benutzer) liegt also bei weitem nicht alleine daran, dass die Börsen nicht genug Angebote auflisten, weil der Arbeitsmarkt nicht genug hergibt. 
Die Angebote werden häufig einfach nicht gefunden.

Erst in allerletzter Zeit kommen neue Software-Lösungen auf, die zumindest mit dem Rechtschreibproblem fertig werden. Und auch solche, die in Ansätzen verwandete Tätigkeiten finden, die  dem  ursrünglich gesuchten Beruf nahe stehen oder ähneln.
Diese Entwicklung  dürfte die Online-Jobsuche beflügeln.
Sie werden also immer nützlicher, die Jobbörsen und Turbos.
Trotzdem können Sie sich im Moment noch nicht blind auf sie verlassen!
Sie sind sowohl von der Angebotslistung und als auch von der Arbeitsweise her noch zu beschränkt.
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Punkt 3

Die Liste der Großen Zwölf wendet sich bewusst und hoffentlich zu Recht von anderen existierenden Rankings ab. Insbesondere vom Alexa-Ranking, das auf Visits abstellt. Visits nennt Alexa die Zahl der Klicks, die eine Börse auf sich ziehen konnte. Doch diese Zahl ist nicht nur leicht manipulierbar,
sie ist obendrein Ausfluss der Werbemacht der Mächtigen. Der Alexa-Rank spiegelt nicht die Interessanlage der Schwächeren in diesem Spiel. Und das sind allemal die Jobsuchenden.

Auch die Liste der Großen Zwölf ist nicht unproblematisch. Insbesondere Mehrfachlistungen derselben Stelle sind ein Knackpunkt. Die Arbeitsagentur z.B. hat 40 Kooperationspartner unter den Börsen. Deshalb ist die Arbeitsagentur in der Liste auch nur indirekt vertreten: Ihre Angebote finden sich ja auch anderswo. Andereseits sind Mehrfachlistungen sowieso kaum zu vermeiden. Kurz, unsere Liste dürfte trotz ihrer Mängel für Arbeitssuchende besser sein als andere.


Folgende Angebote aus der Liste der Großen Zwölf hängen direkt an den Zitzen der Arbeitsagentur;  bei ihnen sind Mehrfachnennungen besonders wahrscheinlich:
1A-Stellenmarkt, Jobanova, Stellenanbieter. Also aufpassen.
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Erläuterung zum Thema Börsen-Software

Der Job eines Anbieters, also eines Arbeitgebers, kann bei einer Börse nur angezeigt werden, wenn sein Angebot an die Software der Börse angepasst wird. Das muss so sein, weil das Angebot sonst nicht gefunden werden kann.

Die Software der Turbos und Börsen hat also eine Ausrichter-, eine Filterfunktion.

Vorteil: Man kann einen Job überhaupt finden. Nachteil: Die Filterfunktion begrenzt die Wahrscheinlichkeit mit der Sie bei einer Börse einen Job finden.
Beides ist gleichzeitig der Fall.

Das heißt:

Ist der Filter zu stark oder falsch ausgerichtet, finden Sie Ihren neuen Job nicht, obwohl er vorhanden ist.  Ist er zu schwach, finden Sie ihn auch nicht. Vielmehr irren sie herum.

Der Jobfinder bricht die Filterwirkung der Börsensoftware daher zwar auf, setzt sie aber trotzdem voraus. So steigt die treffer-Wahrscheinlichkeit mit der Sie Ihren neuen Job finden.

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Weitere web 2.0-Portale,  die Sie sich kurz anschauen sollten. Schon möglich, dass sie die neuen  Stars bei der Arbeitsvermittlung werden. "Empfehlungen - und nicht Jobbörsen sind die Zukunft", wird Kevin Wheeler zitiert (www.computerwoche.de):
>> www.mister-wong.de +++ >> www.yigg.de +++ >> www.oneview.de +++ >> www.yasni.de



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Mehr zum Thema 1 €-Jobs

Der Beschaffer eines 1 €-Jobs, amtsdeutsch: der "Träger der Maßnahme",
die der Staat als Arbeitsbeschaffung versteht, wird für seine Aktivität doppelt "entschädigt". Einmal bekommt er seine direkten Aufwendungen ersetzt, Ihr Salär nämlich, und außerdem kann er noch eine Aufwandsentschädigung für die Zeit Ihrer Einweisung
u. dergl. vereinbaren. Der "Träger" (in Wahrheit Arbeitgeber) bekommt Ihre Arbeit also mindestens umsonst! So einen Arbeitgeber können Eingliederungszuschüsse  u. ähnliches natürlich nicht verlocken!!

1 €-Jobs sind Lohndumping

Wir sind nicht allzu bösartig, wenn wir feststellen:
Das Arbeitsverschaffungsverfahren in der MAE-Variante ist nichts anderes als staatlich verordnetes Lohn-Dumping. Und das ist noch nett ausgedrückt. Mindestlöhne könnten da schon helfen. Hierzu:
>> www.mindestlohn.de
Immerhin, von der großen Öffentlichkeit fast unbemerkt, in 6 Lohnbereichen gibt es
inzwischen tariflich vereinbarte Mindestlöhne: im Bauhauptgewerbe, im Maler- u. Lackiererhandwerk, im Abbruchsgewerbe, im Dachdecker-Habdwerk, in der Gebäudereinigung, im Elektrohandwerk. Die Postzusteller kommen im Januar 2008 dazu.
Es spricht einiges dafür, dass Mindestlöhne über kurz oder lang in den meisten Branchen eingeführt werden. In diesem Fall wird die Zahl der Aufstocker in Minijobs zurückgehen.

Warum sind Mindestlöhne besser als Aufstocker-Minijobs oder gar 1-€-Jobs?

Weil Mindestlöhne dem Lohn-Dumping keinen Vorschub leisten.
Weil Mindestlöhne  dafür sorgen, dass Arbeitgeber weniger leicht Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit machen können. Stichwort "Sozialisierung der Kosten, Privatisieerung der Gewinne".
Weil Mindestlöhne die Entmündigung von Arbeitnehmern verhindern helfen. Denn die Lohnersatz-
leistungen des Staates hängen an oft fragwürdigen Entscheidungen staatlicher Bürokratien (Arbeitsagentur), die Arbeitnehmer erpressen können ("Entweder du nimmst den1 €-Job oder wir streichen dir dein ALG II").

Mindestlöhne schwächen diese Auswirkungen der Hartz-Gesetze deutlich ab.

Weitere Nachteile der 1 €-Jobs:

MAE-Jobs lassen nur einen begrenzten Zuverdienst zu. Nämlich 100 €/mtl. plus 20% von dem, was die 100 € übersteigt.

Anders bei Minijobs. Wenn Sie mehr verdienen als 400/mtl, verlieren Sie zwar abgestuft Ihre Steuerprivilegien und der Mehrverdienst zehrt nach und nach Ihr ALG 2 auf. Aber Sie verdienen ja auch mehr.
Ihren Anspruch auf ALG 2 verlieren Sie gänzlich erst dann, wenn Ihr Verdienst (abzüglich aller Freibeträge) Ihren ALG 2-Bedarf  überschreitet.

Und noch ein wichtiger Punkt: Arbeiten Sie in einem 1 €-Job, werden Sie
von Arbeitskollegen nicht sonderlich respektiert, sondern bestenfalls als
bedauerlicher Sozialfall behandelt, schlimmstenfalls gedemütigt.
Obwohl Sie Vollzeit arbeiten und oft dasselbe tun, wie Festangestellte.

Anders bei Minijobs. Die sind ja weithin schon der Normalfall!

Und nicht zuletzt: Ein selbstgewählter Minijob bietet Ihnen eher die Möglichkeit einer Beschäftigung, die Ihre berufliche Qualifikation erhält, evtl. sogar fördert! Siehe "Weiterbildung" unter Abschnitt 5.

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